Soft Opening
Wieso überhaupt Soft Opening?
Ein Soft Opening ist für die Langlebigkeit der Sandplätze entscheidend. Es geht dabei darum, die Qualität der Plätze auf ein hohes Niveau zu bringen und dieses für die gesamte Saison zu sichern.
Nach der Frühjahrsinstandsetzung ist die neue Ziegelmehlschicht noch nicht vollständig mit dem Unterbau verwachsen. Der Boden ist zwar oberflächlich trocken, im Kern aber noch sehr weich und wasserhaltig. Würden wir sofort unter Volllast spielen, entstünden tiefe Löcher und instabile Stellen, die den Platz für den Rest der Saison ruinieren könnten.
Ein Sandplatz ist ein lebendes Bauwerk. Wenn wir ihm jetzt die Zeit geben, sich zu setzen, zu verdichten und auszuhärten, sparen wir uns teure Nachbesserungen und Platzsperren im Hochsommer.
Was muss ich beim Soft Opening beachten?
Die Plätze können und müssen sogar bespielt werden, aber nur unter Berücksichtigung einiger Regeln:
- Wer hat, bitte mit Schuhen mit glatter Sohle (Hallenschuhe) spielen.
- Löcher während des Spiels sofort füllen und platt treten.
- Und die übliche Platzpflege vor (wässern) und nach dem Spiel (Löcher füllen und festigen, abziehen, wässern) nicht vergessen!
- Die Linien nicht mit dem Besen fegen! Kann man sie nicht richtig sehen, dann ist das mal so.
Und während des Spiels unbedingt auf folgendes achten:
- Kein Antritt zum Kurzsprint!
- Kein abruptes Abstoppen!
- Kein Rutschen!
Trainingstipps für das Soft Opening
Da die Intensität der Beinarbeit beim Soft Opening reduziert werden soll, bietet das Soft Opening eine hervorragende Zeit, um an der Präzision und der Technik der Schläge zu feilen – Dinge, die im hitzigen Match oft zu kurz kommen. Hier sind ein paar Trainingsideen, die den Platz schonen und dein Spiel trotzdem voranbringen:
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1. Fokus auf Schlaglänge
Statt auf Power zu gehen, versuche, jeden Ball so nah wie möglich an die Grundlinie zu spielen. Das erfordert eine saubere Schwungamplitude und Treffpunktkontrolle, ohne dass du dich extrem bewegen musst.
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2. Cross-Ballwechsel
Statt die Bälle aus der Mitte der Grundlinie in die Mitte des anderen Feldes zu spielen, spielt euch die Bälle cross bzw. diagonal zu. Cross zu spielen ist sicherer, da das Netz in der Mitte am niedrigsten ist und du die längere Diagonale des Platzes zur Verfügung hast. Dabei bewegst du dich relativ ruhig und vorhersehbar auch bis zu den äußeren Enden der Grundlinie und festigst somit auch diese Areale.
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3. Longline-Ballwechsel
Beim Longline-Ball parallel zu den seitlichen Außenlinien spielst du über die höchste Stelle des Netzes und hast dabei weniger Platz als beim Cross-Ball. Das erfordert eine höhere Kontrolle und sauberere Körperhaltung beim Schlag. Da du hier meistens sehr konzentriert und kontrolliert schwingst, vermeidest du so überhastete, platzschädigende Bewegungen.
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4. Platzierung statt Power
Stellt euch Balldosen, leere Plastikflaschen oder Hütchen als Ziele in die Ecken des Platzes und versucht, diese bei lockeren Ballwechseln zu treffen. Da das Ziel die Präzision ist, nimmst du automatisch das Tempo raus. Weniger Tempo bedeutet in der Folge weniger Druck auf den weichen Boden.
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5. Winkelspiel
Spiele den Ball kurz cross in die T-Feld-Ecken. Damit zwingst du deinen Gegner im Punktspiel zu einer diagonalen Laufbewegung nach vorne und öffnest so das Feld für deinen folgenden Schlag. Dein Mitspieler sollte während des Soft Openings allerdings nicht versuchen, den Ball zu erreichen, denn das würde den Platz zu stark belasten. Beim Soft Opening muss man aber ja auch nicht jeden Ball erreichen. Das wäre eine gute Übung, wenn man mal zu dritt auf dem Platz ist.
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6. Stopps
Einen Stopp zu spielen erfordert viel Gefühl und wenig Kraft. Somit eine hervorragende Übung beim Soft Opening. Allerdings nur dann, wenn der Spielpartner nicht von der Grundlinie aus lossprintet, um den Stopp zu erreichen. Der Partner sollte demzufolge schon an der T-Linie stehen und dir den ersten Ball zuspielen. Damit festigt ihr auch den vorderen Bereich des Platzes. Auch hier gilt, man muss nicht jeden Ball beim Soft Opening erreichen.
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